Vor- und Nachteile

Es gibt sowohl viele Vor- als auch Nachteile am BitTorrent-Protokoll und den damit verbundenen Clients. In diesem Abschnitt wird versucht, diese möglichst unparteiisch und klar darzustellen, um eine gute Perspektive der Welt von BitTorrent zu schaffen.

PRO:

– BitTorrent kann mit fast allen Clients ohne Kosten genutzt werden.

– Es ist schneller als herkömmliche Filesharing-Dienste (Uploaded Premium, MediaFire etc.)

– Da es von allen Filesharinglösungen die beliebteste ist, wird man für fast jeden Bedarf eine passende Datei mit aktiven Peers vorfinden können.

CONTRA:

– Werbungen können stören und sind meistens nicht ohne Kosten umgehbar.

– Downloadgeschwindigkeiten sind zwar überdurchschnittlich schnell, hängen aber stark von der Anzahl der Peers ab.

– Zu schnelle Downloads können die Internetverbindung temporär verlangsamen

– Viele Internetprovider halten aktiv Ausschau nach Torrentnutzern und drosseln deren Verbindung aufgrund dem großen Nutzen an Datenvolumen, den das Torrenting mit sich bringt

– Bis jetzt gibt es keine Möglichkeit, Torrentclients zuverlässig auf Smartphones oder Tablets zu nutzen

Welche Clients gibt es?

Clients ermöglichen dem User es erst, BitTorrent wirklich zu nutzen, stellen also vermutlich den für den Nutzer wichtigsten Bruchteil des Protokolls dar.

Als Beispiel werden wir zwei der beliebtesten BitTorrent-Clients, BitTorrent und uTorrent, miteinander vergleichen.

BitTorrent

Wie der Name es schon andeutet ist BitTorrent der offizielle Client der Macher des Protokolls und erfreut sich deshalb großer Beliebtheit und einem mit Zuverlässigkeit geschmücktem Ruf.

BitTorrent ist kostenlos erhältlich und bietet dem Nutzer alle Features, die man von einem Client erwarten würde. Es werden für alle beliebigen Dateien die Anzahl der Peers, die Größe des Swarms und vieles mehr angezeigt. Man darf selber entscheiden, ob man Seeded oder nicht und man kann Warteschlangen für Dateien anlegen, um sie automatisch nacheinander herunterzuladen.

BitTorrent finanziert sich durch Werbung, die am Rande des Programmfensters eingeblendet wird.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, durch eine zusätzliche Zahlung in Form einer Spende an die Entwickler diese Werbungen abzuschalten.

uTorrent

uTorrent ist ein etwas älterer Client, der trotzdem noch heute zu einem der beliebtesten zählt und für seinen kleinen Formfaktor und geringen Festplattenspeicherverbrauch bekannt ist.

Er wurde zwar von einem eigenständigen Programmierer, Ludvig Strigeus, entwickelt, doch BitTorrent inc., die Erfinder des BitTorrent-Protokolls, kauften die Rechte an dem Programm und vermarkten es bis heute.

uTorrent diente auch als Vorbild für die Version 6.0 von BitTorrent, die vom Code her auf uTorrent aufbaut, was dazu führt, das beide Programme sich recht ähnlich sehen. Die beiden teilen sich auch den Großteil ihrer Features und wie BitTorrent finanziert sich uTorrent durch Werbung.

Seit der BitTorrent-Version 6.0, die 2007 erschien, ähneln sich die beiden Dienste mit jedem Update immer mehr.

 

BitTorrent – Filesharing der Zukunft?

Was ist BitTorrent?

BitTorrent ist ein Filesharing-Protokoll, das Internetusern, ähnlich wie zum Beispiel uploaded.net, die Möglichkeit anbietet, Dateien untereinander auszutauschen. Dabei ist das BitTorrent-Protokoll das bei weitem meistgenutzte auf dem ganzen Internet. BitTorrent arbeitet mit speziellen Dateien, die Torrents oder Torrentdateien genannt werden. Herkömmlicherweise werden diese Torrentdateien mit der Dateiendung .torrent bestückt.

Mithilfe von Torrents können sowohl Downloads als auch Uploads weitaus schneller als üblich ausgeführt werden, doch es gibt da einen großen Haken:
BitTorrent-Dienste basieren auf einer Art P2P- (Peer-to-Peer) Netzwerk, das heißt, dass der Haupteinfluss auf Down- beziehungsweise Uploadgeschwindigkeit nicht die Internetverbindung darstellt, sondern die Anzahl der User. Es wird nämlich die Bandweite der User untereinander ausgenutzt, um Down- und Uploads zu beschleunigen. Je mehr User gleichzeitig auf dieselbe Datei zugreifen, desto schneller ist auch ihr Zugriff auf diese.

Dafür, und für einige andere Einzigartigkeiten gibt es in der Torrent-Szene einen ganzen Fachjargon.

Seed

Seed wird sowohl als Nomen als auch als Verb benutzt und beschreibt das aktive Nutzen des Torrentdienstes, wenn keine Datei gerade herunter- oder hochgeladen wird.

Der Sinn des ganzen ist, den anderen Usern beim Download der Datei zu helfen, selbst wenn man gerade mit keiner Datei beschäftigt ist. Die meisten Torrentdienste, darunter auch BitTorrent, aktivieren standardmäßig das Seeden nach einem fertig gewordenen Download.

Während einem Download ist man also auf „Seeder“, User, die gerade diese Datei „Seeden“, angewiesen.

Peer

Als Peers bezeichnet man die User eines BitTorrentdienstes. Darunter fallen zwar auch Seeder, normalerweise werden diese aber nicht als Peers bezeichnet.

Trotzdem ist per Definition jeder Nutzer von BitTorrent ein Peer.

Tracker

Tracker sind Server, die speziell für den Nutzen in Torrentdiensten gedacht sind und Kommunikation zwischen den PCs der Peers erleichtern.

Dank Trackern ist es manchmal möglich, eine Datei auch ohne Seeder herunterzuladen, wenn auch extrem langsam.

Piece

BitTorrent basiert auf der Idee, eine Datei in viele, kleine Stückchen zu teilen, um den Download zu beschleunigen. Direkt aus dem Englischen übernommen nennt man diese Dateibruchteile Pieces, also Teile. Es ist auch dank BitTorrent möglich, nur bestimmte Pieces einer Datei oder eines Ordners anzufordern, ohne den Rest herunterladen zu müssen.

Swarm

Der Swarm ist die gesamte Gruppe von Peers, die an einer beliebigen Datei beteiligt sind.

Die Größe des Swarms beeinflusst die Downloadgeschwindigkeit jeder Datei dramatisch.

Client

Ein Client ist ein Programm, das man benutzt, um das BitTorrent-Protokoll zu benutzen.

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Clients, mit denen wir uns im nächsten Kapitel befassen werden.